Sehen von nah bis fern
bei Tag und Nacht...
auch ohne Brille.
Während wir mit anderen refraktiv-chirurgischen
Verfahren die Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung korrigieren können, beseitigen multifokale Linsen auch das letzte
Hindernis: die Alterssichtigkeit oder Presbyopie. Multifokale Kunstlinsen dienen dem
Ausgleich der Alterssichtigkeit und gleichzeitig der Kurzsichtigkeit
bzw. Weitsichtigkeit. Ihr Ziel ist somit die Unabhängigkeit von einer Brille bzw.
von Kontaktlinsen.
Das Verfahren, auch als "presbyopic lens exchange" oder kurz PRELEX bezeichnet, basiert auf erprobten Techniken, die seit Jahrzehnten bei der Behandlung des Grauen Stars angewendet werden. Jedoch wird hier anstelle einer einfachen Intraokularlinse eine aus mehreren Ringen mit unterschiedlicher Brechkraft aufgebaute multifokale Kunstlinse in das Auge gepflanzt. Durch die Verteilung des einfallenden Lichtes auf mehrere Brennpunkte ermöglicht die multifokale Linse ein scharfes Sehen in allen Entfernungen.
Wie funktioniert eine multifokale Intraokularlinse (m-IOL) ?
Multifokale Kunstlinsen wie die ReZoom oder Tecnis Multi Linse weisen mehrere Brennpunkte auf, daher der Begriff
"multifokal". Dabei gibt es zwei Hauptbrennpunkte, nämlich
einen für die Ferne und einen für die Nähe. Um dieses
Ziel zu erreichen, bestehen multifokale Kunstlinsen sozusagen aus mehreren
Einzellinsen.
Abb. 1 zeigt eine multifokale Kunstlinse, die aus mehreren Ringen mit
unterschiedlicher Brechkraft aufgebaut ist. Multifokale Kunstlinsen
ermöglichen durch diese Verteilung des einfallenden Lichtes auf
mehrere Brennpunkte ein scharfes Sehen in allen Entfernungen, im Idealfall
ohne jede Brille.

Abbildung 1: Schematische Darstellung ReZoom Multifokalen Linse.
Die deutlich
erkennbaren Ringe entsprechen Zonen unterschiedlicher Brechkraft..
Allerdings hat dieser Komfort auch seinen Preis: durch die Verteilung
des Lichtes auf mehrere Brennpunkte entsteht ein gewisser Kontrastverlust.
Das heißt, das Bild in jedem Brennpunkt ist nicht ganz so scharf
wie mit einer Brille (siehe Abb. 2) - dafür sieht man es aber ohne
Brille.

Abbildung 2: Photographische Simulation des Sehvermögens
mit der natürlichen Augenlinse beim Blick in die Nähe (linkes
Bild)
und mit einer multifokalen IOL (rechtes Bild).
Links ist die Sehzeichentafel in der Nähe scharf, die in der Ferne
jedoch nicht lesbar. Rechts kann sowohl die Sehprobentafel in
der Ferne als auch die in der Nähe gelesen werden, allerdings ist
der Kontrast etwas geringer.
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