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Monovision LASIK
Neues Verfahren wird am FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim erfolgreich angewendet
Mannheim, 31.07.07, Die oberste Arzneimittelbehörde der USA, die Food and Drug Administration (FDA), hat erstmals einem LASIK-Verfahren die Marktzulassung erteilt, mit welchem in einem Auge die Weitsicht korrigiert werden kann, im anderen Auge die Nahsicht. Am FreeVis LASIK Zentrum Universitätsklinikum Mannheim unter ärztlicher Leitung von Prof. Knorz wird dieses Verfahren bereits erfolgreich angewendet.
"Die Zulassung für das Monovision LASIK bedeutet für Erwachsene, die Schwierigkeiten haben, Dinge in der Nähe scharf zu sehen, die Möglichkeiten zur dauerhaften Korrektur einer Kurzsichtigkeit", so Prof. Knorz, Gründer und ärztlicher Leiter des FreeVis LASIK Zentrums Universitätsklinikum Mannheim. "Im Gegensatz zum herkömmlichen LASIK-Verfahren wird mit Monovision LASIK bei einigen Patienten über dem 40. Lebensjahr der Bedarf für eine Lesebrille verringert werden können.”
Bei dem LASIK-Verfahren (Laser In Situ Keratomileusis) schneidet der Chirurg eine dünne Scheibe der oberen Hornhautschicht des Auges ab, entfernt mit Hilfe eines Lasers etwas von dem darunter befindlichen Gewebe und setzt die abgetrennte Scheibe anschließend wieder an ihrem ursprünglichen Ort auf. Mit dem Monovision LASIK Verfahren wird es möglich, bei Erwachsenen ab dem 40. Lebensjahr, die unter Kurzsichtigkeit (Myopie) mit oder ohne Astigmatismus und unter einer normalen, altersbedingten Weitsichtigkeit (Prebyopie) leiden, die Kurzsichtigkeit in einem Auge zu korrigieren.
Das Verfahren ist so konzipiert, dass die Kurzsichtigkeit im dominanten Auge des Patienten vollständig korrigiert wird, im nicht dominanten Auge dagegen nur zum Teil. Auf diese Weise ist der Patient in der Lage, das vollständig korrigierte Auge für die Weitsicht zu verwenden, das nur teilweise korrigierte Auge für die Nahsicht. Nach einer gewissen Zeit stellt sich das Gehirn auf die Differenz in der Wahrnehmung der beiden Augen ein.
Potenzielle Kandidaten, die eine Behandlung mit dem Monovision LASIK Verfahren in Erwägung ziehen, sollten vor dem Eingriff mindestens eine Woche lang Kontaktlinsen tragen, um zu prüfen, ob das Sehen mit einem nur partiell korrigierten Auge vertragen wird. Nach dem Monovision-Eingriff können bei einigen Patienten die Augen unter Umständen nicht so funktionieren wie zuvor, vor allem bei Dämmerlicht oder bei Aufgaben, bei denen ein sehr scharfes Sehvermögen bzw. eine ausgesprochene Tiefenschärfe erforderlich ist. Bei einigen Aktivitäten, wie z.B. beim nächtlichen Autofahren oder beim Lesen sehr kleiner Schrift, benötigen manche Patienten eine Brille bzw. Kontaktlinsen.
Beim Monovision LASIK Verfahren handelt es sich um einen dauerhaften chirurgischen Eingriff an der Hornhaut des Auges (Cornea). Mögliche Nebenwirkungen umfassen Geblendetsein von grellem Licht, das Sehen von Lichthöfen um Lichtquellen, eine erhöhte Lichtempfindlichkeit, Glanzeffekte beim Nachtfahren, Phantombilder, Doppelbilder und Vexierbilder.
Der Monovision LASIK Laser wird von der Firma AMO/VISX Inc. hergestellt, die ihren Sitz in Santa Clara, Kalifornien, USA. hat. Die neue Zulassung bezieht sich auf die Monovision-Korrektur, bei der bereits zugelassenen Wavefront-Technologie (ein Vermessungssystem des Auges, das den Laser führt) zur Behandlung der Myopie und des Astigmatismus zum Einsatz kommen. Die FDA stützte die Zulassung auf eine klinische Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit, die von der Firma eingereicht wurde.
Auf Bitten der FDA wird AMO/VISX eine Post-Approval-Studie durchführen, bei der 500 Patienten über einen Zeitraum von sechs Monaten nach dem Eingriff nachbeobachtet werden, um Aspekte der Qualität des Sehvermögens und der Lebensqualität im Zusammenhang mit der dauerhaften LASIK Monovision Korrektur zu beurteilen. Ziel des Studie wird es sein, abzuschätzen wie hoch der Anteil an Patienten sein wird, bei denen sich nach Durchführung des Monovision LASIK Verfahrens Sehstörungen einstellen, die so gravierend sind, dass sie die Lebensqualität des Patienten beeinträchtigen oder sogar deutlich herabsetzen.
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