Epi-LASIK: Überlegenheit gegenüber PRK und LASEK

NEWSLETTER     08/2005 (August 2005)

Die Epi-LASIK ist eine Weiterentwicklung des LASEK-Verfahrens, welches wiederum aus der PRK hervorgegangen ist. Während ursprünglich bei der PRK die oberflächlichen Hornhautzellen (das Epithel) mit einem stumpfen Messer abgekratzt wurden, verwendet man bei der LASEK eine alkoholische Lösung, um das Epithel abzulösen und vorsichtige aufzurollen. Im Anschluß daran wird die Hornhaut gelasert, um den Sehfehler zu korrigieren.

Bei der PRK blieb eine offene Wunde zurück - die postoperativ zum Teil erhebliche Schmerzen und eine verzögerte Wundheilung zur Folge hatte. Bei der LASEK wurde das Epithel wieder auf das Wundbett gerollt, was zu einer Linderung der Schmerzen führte. Da die Zellen jedoch durch den Alkohol geschädigt waren, besserte sich das Sehvermögen erst, nachdem sich die oberste Hornhautschicht regeneriert hatte.

Mit der Epi-LASIK greift man nun einen wesentlichen Vorteil des LASIK Verfahrens auf: Mit einem speziellen Plastikschieber, dem sogenannten Epikeratom, wird - wie bei der LASIK, jedoch viel dünner - ein Hornhautdeckelchen präpariert und aufgeschlagen. Dieses Deckelchen besteht nur aus den Epithelzellen mit ihrer hauchdünnen Basalmembran. Die darunterliegende Bowmann-Membran (die bei der PRK durch das Messer und bei der LASEK durch den Alkohol beschädigt wurden) bleibt intakt. Im Anschluß an den Hornhautabtrag mit dem Excimer-Laser kann das dünne Deckelchen wie bei der LASIK auf die Wunde zurückgelegt werden.

Verschiedene Studien berichteten, dass Patienten nach Epi-LASIK über weniger und nur am Operationstag auftretende Schmerzen klagten. Das Sehvermögen ist bereits am ersten und zweiten postoperativen Tag gut, sinkt am 3. und 4. aufgrund des Heilungsprozesses etwas ab und steigt ab Tag 5 kontinuierlich an.

Die Epi-LASIK wie auch LASEK und PRK kommt bei Kurzsichtigkeit bis -6 dpt. und auch bei Hornhautverkrümmung bis ca. 3 dpt. zur Anwendung. Sie ist zur Behandlung einer Weitsichtigkeit nur eingeschränkt geeignet.

Fazit:
Die Epi-LASIK ist ein sicherer, gut vorhersagbarer und effektiver Eingriff, der die besten Eigenschaften der LASIK und der PRK in sich vereint. Sie bietet Patienten, die z.B. aufgrund einer zu dünnen Hornhaut für das LASIK-Verfahren nicht geeignet sind, eine sehr gute Alternative.

Quelle: ESCRS