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Intraokulare Linsen zur Korrektur der hohen Kurzsichtigkeit
NEWSLETTER 05/2003 (Mai 2003)
Ca 90 % aller Fehlsichtigkeiten liegen im Indikationsbereich des LASIK
Verfahren. D.h. für eine überwältigende Mehrheit von
Patienten ist die LASIK das Verfahren der Wahl. Da jedoch mit der Höhe
der Fehlsichtigkeit die Genauigkeit des Verfahrens abnimmt und die Nebenwirkungsrate
steigt, wird die LASIK bei Patienten mit einer Kurzsichtigkeit über
-10 dpt, Weitsichtigkeit ab +3 dpt und Hornhautverkrümmung ab 3
dpt nicht mehr eingesetzt.
In diesem Fall bevorzugt man die Implantation
einer Kunstlinse, die vor die körpereigene Augenlinse gesetzt
wird. Eine Studie, an der das FreeVis LASIK Zentrum Mannheim beteiligt
war, untersuchte bei 28 Patienten insgesamt 44 Augen nach der Implantation
einer Artisan Linse, die in die vordere Augenkammer eingepflanzt und
an der Regenbogenhaut (Iris) verankert wurde. Die Studie beurteilt das
Sehvermögen und den Zustand der Augen 6 Wochen bis 6 Monate nach
der Operation. Vor der Operation betrug die durchschnittliche Kurzsichtigkeit
-17 ± 3 dpt. Sechs Monate nach der Operation lagen fast 80% der
Augen im Bereich von ± 1,0 dpt von der Zielrefraktion. Die mittlere
Sehschärfe stieg von 43 % auf 65 % an (1). Eine ähnliche Studie
über die Artisan-Linse bestätigt diese Ergebnisse. Von 155
untersuchten Augen lagen 6 Monate nach der Operation 90 % im Bereich
von ± 1,0 dpt von der Zielrefraktion (2).
Man kann daraus schlußfolgern, dass die Implantation einer Kunstlinse
in die Augenvorderkammer eine präzise und sichere Methode zur Korrektur
der hohen Kurzsichtigkeit darstellt.
Weitere
Informationen zur Implantation von Linsen
Quellen:
1) S Groß, MC Knorz, A Liermann, R Troost, S Weigold, B Jendritza,
H
Liesenhoff: Ergebnisse nach Implantation einer Worst Iris Claw Lens
zur Korrektur der hohen Myopie. Der Ophthalmologe 94 (11): 775-779 (2001).
Lesen Sie hier die Kurzfassung des Originalbeitrages (deutsch)
2) RK Maloney, LH Nguyen, ME John: Artisan phakic intraocular lens for
myopia:short-term results of a prospective, multicenter study. Ophthalmology
2002 Sep;109(9):1631-41
Lesen
Sie hier die Kurzfassung des Originalbeitrages (english)
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