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Korrektur der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)
NEWSLETTER 03-04/2008 (März / April 2008)
Der medizische Ausdruck "Astigmatismus" stammt ursprünglich aus dem
Griechischen und bedeutet "Stabsichtigkeit". Er erklärt ganz genau was bei
Augen mit einer Hornhautverkrümmung passiert: Ein Punkt wird auf der
Netzhaut nicht als Punkt, sondern als Strich oder "Stab" abgebildet. Warum? Weil bei
astigmatischen Augen die Hornhautoberfläche ungleichmäßig gekrümmt ist.
Daher auch der Begriff Hornhautverkrümmung.
Die normale Hornhaut ist halbkugelförmig. Daher werden sowohl senkrechte als
auch waagerechte Linien scharf abgebildet. Eine punktförmige Lichtquelle,
z.B. eine Straßenlaterne, wird als Punkt abgebildet. Ist die Hornhaut nun
nicht halbkugelförmig, sondern eher elliptisch geformt, wird das Bild der
punktförmigen Lichtquelle verzerrt und als Strich abgebildet.
Bei der Korrektur der Hornhautverkrümmung versucht man also, die in
bestimmten Richtungen stärker (oder weniger stark) brechende Hornhaut
entsprechend auszugleichen, damit ein gleichmässiges, möglichst unverzerrtes
Bild entsteht. Die gängigsten Korrekturmittel sind die Brille oder
Kontaktlinsen.
Darüber hinaus ermöglichen auch operative Verfahren die Korrektur einer
Hornhautverkrümmung. Eine ausführliche Untersuchung der Augen beim Operateur
gibt Aufschluss darüber, welches Operationsverfahren am geeignetsten ist. Da
eine Hornhautverkrümmung meist in Kombination mit einer Kurz- oder
Weitsichtigkeit auftritt, wird man ein Verfahren wählen, welches beide
Komponenten des Sehfehlers korrigieren kann.
1. Augenlaserbehandlung (LASIK bzw. Femto-LASIK)
Mittel der LASIK oder Femto-LASIK lassen sich mit dem Excimer Laser die "unebenen"
Hornhautstellen, die die abweichende Brechung von Lichtstrahlen verursachen,
glätten und der Kugelform anpassen. Mit dem Laser kann ein Astigmatismuns
bis zu 5 dptr korrigiert werden.
2. Linsenoperation mit Implantation von Kunstlinsen
Liegt eine hohe Kurz- oder Weitsichtigkeit vor, wird vom Augenarzt
möglicherweise die Implantation einer zusätzlichen Linse ins Auge empfohlen.
Diese Operation kann mit einer LASIK bzw. Femto-LASIK kombiniert werden, um auch den Astigmatismus zu korrigieren.
Dieses Verfahren nennt man dann Bioptics.
3. Astigmatische Keratotomie
Die Astigmatische Keratotomie wird bei sehr hohen Astigmatismen über 6 dptr
eingesetzt, wie sie z. B. nach Hornhaut-Transplantationen oder
perforierenden Augenverletzungen auftreten. Es werden kleine
Entlastungsschnitte in der peripheren Hornhaut angelegt, so dass sich die
Krümmungsverhältnisse ausgleichen und damit die Hornhautverkrümmung
korrigiert wird.
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