Probleme nach LASIK

 
 

Grundsätzlich nimmt mit dem Umfang der erforderlichen Korrektur die Komplikationsrate zu.

Überkorrektur
Nach LASIK kommt es regelmäßig zu einer leichten Überkorrektur, die die Heilungsvorgänge des Körpers ausgleichen soll. Dies bedeutet, dass Kurzsichtige in den ersten Wochen nach der LASIK Probleme beim Lesen haben können und ab ca. dem 40. Lebensjahr zumindest vorübergehend eine Lesebrille benötigen. Nach LASIK bei Übersichtigkeit (Weitsichtigkeit) ergibt sich in den ersten Tagen bis Wochen eine leichte Kurzsichtigkeit, die unter Umständen vorübergehend mit einer Fernbrille ausgeglichen werden muß.

Regression
Mögliche Nebenwirkungen umfassen auch eine teilweise Rückbildung des Operationserfolges innerhalb der ersten Wochen nach dem Eingriff.

Im Falle einer unzureichenden Korrektur kann eine Nachbehandlung erfolgen.

Beeinträchtigung des Dämmerungssehens
Eine Verschlechterung des Sehvermögens bei Dämmerung und Nacht mit Wahrnehmung von Halos und Schattenbildern tritt insbesondere bei Patienten mit weiter Pupille auf. Diese Veränderungen treten in der Regel nur bei Kurzsichtigkeit über - 5 Dioptrien und bei Weitsichtigkeit auf.
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Trockenheit, Sandkorngefühl
Des weiteren kommt es häufig vorübergehend zu einer vermehrten Trockenheit der Augen. Diese äußert sich in leichtem bis mäßigem Fremdkörpergefühl und verursacht Schwankungen der Sehschärfe.
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Störung des beidäugigen Sehens
Besteht eine beidseitige Fehlsichtigkeit, kann es nach der Operation des ersten Auges bis zum Zeitpunkt der Operation des zweiten Auges durch die Ungleichheit der beiden Augen zu Problemen des beidäugigen Sehens kommen. Es können unter Umständen Doppelbilder sowie Schwindel und Gleichgewichtsstörungen auftreten. Zudem ist damit zu rechnen, dass erst nach der Operation beider Augen wieder ein Kraftfahrzeug geführt werden darf. Wir führen daher die Operation beider Augen in der Regel am gleichen Tag durch.

Sehr seltene Komplikationen
Beim Schneiden der Hornhautlamelle kann es in seltenen Fällen zu umschriebenen Epithelablösungen und Schnittfehlern kommen, die jedoch zumeist folgenlos abheilen. Schnittbezogene Komplikationen können bei der neuen Femto-LASIK, bei der das zum Schneiden verwendete Mikrokeratom gegen einen speziellen Laser ausgetauscht wird, fast vollständig vermieden werden.

In seltenen Fällen kann es bis zu einigen Tagen nach der LASIK z.B. durch Reiben des Auges zu einer Verschiebung des Hornhautdeckelchens kommen, die eine erneute Operation erforderlich macht.

Zarte Fältelungen des "Deckels" und mikroskopische Linienbildungen an seiner Innenseite stellen sehr seltene Nebenwirkungen der frühen Wundheilung dar. Sie können in der Regel durch eine Nachbehandlung des Deckelchens wieder beseitigt werden.

Als weitere seltene Komplikation kann es in den ersten Wochen zu einem Einwachsen der oberflächlichen Hornhautschicht, des sog. Epithels, unter das Hornhautdeckelchen kommen, die eventuell durch eine weitere Operation entfernt werden muss. Diese Nebenwirkung ist erst 4 - 6 Wochen nach der LASIK erkennbar. Kommen Sie daher unbedingt zu den geplanten Nachkontrollen.

Weitere sehr seltene Nebenwirkungen sind sterile Entzündungsreaktionen im Rahmen der Wundheilung, die unbehandelt das Sehvermögen erheblich herabsetzen können. Durch konsequente, insbesondere medikamentöse, Behandlung lässt sich auch in diesen Fällen ein dauerhafter Schaden vermeiden oder weitgehend begrenzen.

Extrem seltene Nebenwirkungen sind schließlich eine Verschiebung der Behandlungszone im Bezug zur Pupillenmitte (Dezentrierung) mit Wahrnehmung von Doppelkonturen, eine Infektion, eine starke Narbenbildung und eine Vorwölbung der Hornhaut (Keratektasie) mit erheblicher Herabsetzung des Sehvermögens. In Ausnahmefällen ist zur Behandlung dieser Komplikationen eine Hornhauttransplantation erforderlich.

Selbst bei optimalem Erfolg (=keine Fernbrille) ist ab ca. dem 45. Lebensjahr damit zu rechnen, dass eine Lesebrille notwendig wird, wie diese auch jeder Normalsichtige ab jenem Alter benötigt.

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