| Der Femtosekunden-Laser
ist ein Infrarot-Laser (Wellenlänge 1052 nm), der ultrakurze Laserpulse
mit einem Durchmesser von 0,001 mm ausstrahlt. Eine Femtosekunde entspricht
einer billiardstel Sekunde (10-15 sec). Mit diesem Laser lässt
sich Gewebe extrem exakt und praktisch ohne Wärmeentwicklung schneiden.
Die Laserpulse entfalten ihre Energie im Gegensatz zum Excimer Laser
nicht an der Oberfläche der Hornhaut, sondern in einer exakt vorher
bestimmten Tiefe im Inneren der Hornhaut. Jeder Laserpuls erzeugt eine
Mini-Gasblase, die das
Gewebe trennt (Photodisruption). Durch tausende, computerplatziert Reihe
um Reihe nebeneinander liegender Laserpulse sind dreidimensionale hochpräzise
Laserschnitte im Hornhautinneren möglich (Abb. 1-4).
Die Einsatzmöglichkeiten in der Hornhautchirurgie sind dementsprechend
vielfältig und nicht nur auf die LASIK beschränkt.
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Abb. 1:
Die Laserenergie wird präzise in
vorbestimmter Tiefe des Hornhautgewebes fokussiert. Es entsteht
ein Mikro-Plasma, das eine Hornhautgewebekugel von ca. 1 Mikrometer
Durchmesser verdampft. |
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Abb. 2:
Eine Mikroblase aus Gas und
Wasser entsteht. Sie dehnt sich aus und trennt die umgebenden
Hornhautschichten. |
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Abb. 3:
Bei der Photodisruption bildet
sich ein Gemisch aus Kohlendioxid
(CO2) und Wasser. Es wird
durch die epitheliale Pumpwirkung
abgesaugt. Zurück bleibt
getrenntes Hornhautgewebe. |
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Abb. 4:
Tausende von Laserpulsen in
Summe separieren die Hornhautlamellen im gesamten Flapbereich.
Der Flap kann dann leicht mit einem stumpfen Spatel geöffnet
werden. |
Weitere Informationen zum Femtosekundenlaser finden Sie hier. |