| Der Linsenaustausch
wird zur Korrektur der höheren Myopie und der höheren Hyperopie angewandt. Es wird die klare körpereigene Linse entfernt und eine Kunstlinse mit optimaler Brechkraft implantiert.
Nach der Operation wird überwiegend ein gutes Sehvermögen erreicht.
In vielen Fällen besteht jedoch noch eine geringe Restfehlsichtigkeit.
Ein Astigmatismus kann mittels RLE nur teilweise ausgeglichen werden.

Bei der Operation wird das Auge am Rand der Hornhaut eröffnet. Die vordere Linsenkapsel wird eingeritzt und eröffnet. Der nächste Schritt, die sogenannte Hydrodissektion (siehe Abbildung), führt dazu, dass sich der Linsenkern von der Kapsel löst.

Wie bei
der modernen Kataraktchirurgie wird die körpereigene Augenlinse
mittels Ultraschall zerkleinert und dann abgesaugt.
Im nächsten Schritt wird die neue Kunstlinse, die sich gefaltet in einem Injektor befindet, in das Auge injiziert. Dort entfaltet sie sich langsam. Die Bügelchen der Linse werdem im Kapselsack fixiert.

Nach dem Einsetzen der Kunstlinse
dichtet sich der Schnitt von selbst ab oder wird mittels einer Naht
verschlossen.
Hinweis:
Durch die Entfernung der körpereigenen Linse verliert das Auge
seine Naheinstellungsfähigkeit (Akkommodation), so dass i.d.R. eine Lesebrille erforderlich wird. Die Linsenaustausch bietet sich daher vor allem für
Patienten an, die bereits eine reduzierte Naheinstellungsfähigkeit aufweisen
und eine Lesebrille benötigen, insbesondere dann, wenn bereits eine
beginnende Linsentrübung vorliegt.
Sehr häufig kommt es nach Monaten bis Jahren nach dem Linsenaustausch
zu einer sekundären Trübung hinter der neuen Kunstlinse (Nachstar),
die unkompliziert mittels eines speziellen Lasers (YAG-Laser, ohne erneute
Eröffnung des Auges) behandelt werden kann.
Animation des Operationsablaufes des Refractive Lens Exchange
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