Bisher erfolgt die
LASIK-Behandlung
anhand des Meßwertes, der bei der Bestimmung der optimalen Brille
oder Kontaktlinse ermittelt wurde. Dieser Meßwert wird in Dioptrien
ausgedrückt, z.B. -3 Dioptrien.
Während der LASIK "schleift" der Laser die Hornhaut
gleichmäßig, um überall eine Korrektur von -3 Dioptrien
zu erzielen. Zum Teil winzige Unterschiede in der Brechkraft des Auges
oder der Hornhaut, die nur in einem Sektor auftreten, werden dabei nicht
berücksichtigt.
Ein sogenanntes Aberrometer
wie z.B. das Zywave-Aberrometer der Firma Bausch & Lomb, Heidelberg/München,
ermöglicht ein neuartiges Meßverfahren.
Das Aberrometer bestimmt nicht nur einen Meßwert, z.B. - 3 Dioptrien
wie in dem Beispiel oben, sondern es mißt die Brechkraft des Auges
an mehr als fünfzig verschiedenen Punkten und erzeugt eine Art
Landkarte, die für jeden Punkt des Auges die Brechkraft exakt angibt.
Mit anderen Worten: statt eines Anzugs der Größe
52 von der Stange wird ein Maßanzug geliefert.
Theoretisch ist somit die Messung der Fehlsichtigkeit mittels eines
Aberrometers genauer. Ob dieser theoretische Vorteil auch praktisch
bestätigt werden kann, steht noch nicht fest. Das Zywave - Aberrometer
wurde erstmals auf der "Videorefraktiva 2000", einem Treffen
der Laserchirurgen, am 23.März 2000 in Mailand vorgestellt.
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