Was ist Kurzsichtigkeit (Myopie)?

 
   

Der kurzsichtige Patient sieht Gegenstände in der Ferne unscharf.

Beim kurzsichtigen Auge sind die einzelnen Teile des Auges nicht exakt aufeinander abgestimmt. Die Brechkraft der Hornhaut ist zu hoch, die Lichtstrahlen werden bereits vor der Netzhaut gebündelt, auf der Netzhaut entsteht also nur ein unscharfes, verwaschenes Bild. Dies ist in der Abbildung dargestellt.



Lichteinfall in ein kurzsichtiges Auge.
Simulieren Sie Ihre Kurzsichtigkeit hier!

   
         
   

Die von einem entfernten Gegenstand, z.B. einer Straßenlaterne, ausgehenden Lichtstrahlen treffen sich vor der Netzhaut, der Brennpunkt des Auges liegt weit vor der Netzhaut. Die Laterne wird daher unscharf, verschwommen, gesehen. Andererseits kann der Kurzsichtige in geringer Entfernung einwandfrei scharf sehen, da die von nahen Objekten ausgehenden Lichtstrahlen auf der Netzhaut gebündelt werden.

Die Kurzsichtigkeit kann z.B. durch eine Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden. Die Brillengläser verringern die zu hohe Brechkraft der Hornhaut um einen gewissen Betrag. Daher spricht man bei Brillengläsern für Kurzsichtige auch von "Minusgläsern". Die Brechkraft dieser Brillengläser wird z.B. mit "- 2 Dioptrien" angegeben. Wird ein kurzsichtiges Auge mit einem Brillenglas korrgiert, so werden die Lichtstrahlen auf der Netzhaut gebündelt, der Kurzsichtige sieht mit Brille scharf.

Die Kurzsichtigkeit kann durch Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden.

Alternativ können auch Operationen, wie z.B. die LASIK oder die Linsenimplantationen/Linsenentfernung bei sehr hoher Kurzsichtigkeit, zum Einsatz kommen.